Zur Entstehungsgeschichte des Fläming

Die Region verdankt ihren Namen flämischen Siedlern, die Erzbischof Wichmann im 12.Jahrhundert ins Land holte, um die kargen Hochflächen zu bewirtschaften. Es erstreckt sich von Wittenberg (Görzke) bis Dahme / Mark und schließt das Baruther Urstromtal mit ein. Der “Hohe Fläming” wird von meist kiefernbewachsenen Bergkuppen gebildet und hat mit dem 201 m hohen Hagelberg bei Belzig die höchste Erhebung Brandenburgs. Im “Hohen Fläming” liegt auch das Drei-Burgen-Land:
Burg Rabenstein (Raben), Burg Eisenhardt (Belzig) und das Schloß Wiesenburg mit seinem Park.

Im Fläming wechseln hügelige Endmoränenlandschaften mit welligen Grundmoränengebieten undebenen Sanderflächen ab. Weithin ist der Fläming mit Kiefernwäldern bestanden. Buchenmischwald bedeckt nur die zentralen Teile. Zahlreiche Trockentäler, auch “Rummeln” genannt, die unter anderen klimatischen Bedingungen entstanden und gegenwärtig nur selten Wasser führen, beleben
das Landschaftsbild.

Bockwindmühle Borne

Wald, Felder und Wiesen im Einklang

... eine Rummel

Schloß und Park Wiesenburg

1161 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, wurde die Wiesenburg 1547 im Schmalkaldischen Krieg gestürmt und niedergebrannt. Da sie keine strategische Bedeutung mehr hatte, wurde sie in schloßähnlichem Charakter wiedererrichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie erneut zerstört und der Wiederaufbau zum Schloß dauerte bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts. 1863 erhielt das Schloß seine heutige Gestalt. Der in diesem Zusammenhang entstandene englische Landschaftsgarten lädt
auch heute noch zu wunderbaren Spaziergängen ein. Vom Schloßturm hat man, klares Wetter vorrausgesetzt, einen wunderschönen Blick auf Wiesenburg und seine Umgebung.

Die Wiesenburg

Die Wiesenburg

Die Wiesenburg mit Englischem Garten

Burg "Eisenhardt" - Belzig

Erstmalig 997 erwähnt, besitzt Belzig mit der Burg Eisenhardt eine der ältesten Höhenburgen in Brandenburg. Von den ursprünglichen Anlagen ist der Burgfried der älteste erhalten gebliebene Bau, um 1200 errichtet. Da dem Magdeburger Erzbischof die Grenzfestung ein Dorn im Auge war, zerstörte und eroberte er nach langen Kämpfen 1406 die Burg und die Stadt. Nach der nochmaligen Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Eisenhardt erneut aufgebaut und ist in dieser Form bis heute erhalten geblieben. Vom “Butterturm” genießt man einen herrlichen Blick auf Belzig´s Altstadt und weit in die Fläminglandschaft. Einen Besuch des Burg- und Heimatmuseums sollte man keinesfalls versäumen, denn er informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Flämings und seine Bewohner.

Burg Eisenhardt

Burg Eisenhardt

Blick über Belzig vom "Butterturm"

Burg "Rabenstein" - Raben/Niemegk

Die Burg Rabenstein entstand vermutlich im 12. Jahrhundert an dieser strategisch günstigen Stelle. 1394 zerstört, wurde sie bald wieder aufgebaut und diente zwischen 1482 und 1552 als Sitz des Amtes Rabenstein, zu dem eine größere Anzahl der umliegenden Flämingdörfer gehörte. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde Rabenstein preußisch. Seit 1956 wird die Burg als Jugendherberge und gelegentlich auch als Filmkulisse genutzt. Die Burg Rabenstein ist heute ein beliebtes Wanderziel, und der Bergfried bietet dem Besucher einen wunderschönen Ausblick in die herrliche, weite Landschaft.

Burg Rabenstein - Gegenwart

Burg Rabenstein - noch vor einigen Jahren