|
Dretzen liegt
in 85m Seehöhe, geprägt von Grundmoränen mit ihren sanften
Oberflächenformen. Die Gründung des Dorfes dürfte im
12. Jahrhundert gewesen sein. Der damalige Ortskern lag allerdings etwas
außerhalb des heutigen Ortes. Dretzen liegt an den Ausläufern des Hohen
Flämings. Der Fläming im Südwesten Brandenburgs ist das kleinste
Mittelgebirge Deutschlands. Es unterteilt sich in den Hohen, Niederen,
West- und Vorfläming und erstreckt sich über 130 Kilometer von der
Magdeburger Börde bis nach Jüterbog.
Mit 201m ü.NN ist der Hagelberg die
höchste Erhebung des Flämings. Die Gemarkung Dretzen ist ca. 12
Quadtratkilometer groß. Das Dorf
Dretzen wurde 1552 erstmalig urkundlich erwähnt, ist aber als alte
slawische Ansiedlung erheblich älter. Die erste urkundliche Erwähnung
stammt aus dem Einkommensverzeichnis des Bistums Brandenburg. Seit 1994
gehört Dretzen nach einem Vertrag mit dem Heiligen Stuhl zum Bistum
Magdeburg. Damals war Dretzen ein eigenständiger Kirchort mit einer
eigenen Mutterkirche. Der Name des Ortes leitet sich aus dem altslawischen
DROWO (Holz) ab. Der Holzreichtum des Ortes war sicher prägnant und
namensgebend. Im 16. Jahrhundert muß Dretzen wüst geworden sein.
1763 kam es im Amt Ziesar zur sg. "Fredericianischen Neugründung" wüster
Dörfer. Hier erfolgte die "Peuplierung" (Neubelebung) des Ortes Dretzen an
seiner jetzigen Lage. Die Neusiedler stammten aus Sachsen und Anhalt
Zerbst und wurden mit Boden und Vieh als zinspflichtige Erbpächter
ausgestattet. Die Lage dieser acht Höfe ist heute noch nachvollziehbar.
Weitere Bauern und Tagelöhner siedelten sich in der Folge an, so das
Dretzen bereits 1843 208 und 1910 280 Einwohner hatte.
Dretzen hat heute 188 Einwohner und gehört als Ortsteil zur Gemeinde
Buckautal.
Nahe des
Dorfes, im Dreieck Buckau - Dretzen - Rottstock, sprudelt der
"Gesundbrunnen", eine der wasserreichsten Quellen des Landes
Brandenburg. Einige tausend Liter Wasser quellen hier in jeder Minute aus
einem fast kreisrunden kleinen Kessel aus der Erde.
Nach
der Überlieferung stürzte hier am 23. Mai 1659 ein Berg ein
und eine Quelle entstand. Die Entstehung der Quelle bot in früheren
Zeiten vielen Menschen die Hoffnung auf eine heilende Wirkung des Wassers,
was sich auch im Namen der Quelle niederschlug. Diese Hoffnung erfüllte
sich jedoch nicht. Im Gegenteil, viele der zum Gesundbrunnen gepilgerten
Kranken hatten ihre letzte Kraft verbraucht und starben im Ort. Heute
speist die Quelle eine Forellenanlage, bevor der kleine Fließ in die
Buckau einmündet.
Die 450 - Jahrfeier hat unser Gemeinderat über die
Beschlüsse zur Errichtung eines Windparks unmittelbar an unserem Ort
vergessen ....... Viele Bürger Dretzens wehren sich
gegen den Windpark in einer
Bürgerinitiative.
|