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Windkraft

Fluch oder Segen?

3473279973_33cb09cfb5Am Ortsrand von Dretzen wurden durch die niedersächsische Firma Seeba Energiesysteme GmbH Sternwede zehn  Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von jeweils 111,5 Metern aufgebaut. Die Rotoren der mächtigen Stahlgitterkonstruktionen haben einen Durchmesser von 77 Metern. Damit sind die Winkraftanlagen höher wie der Kölner Dom.

Im Zusammenhang mit der immissionsschutzrechtlichen Prüfung des Bauantrages legten 81 Bürger Widerspruch ein (Dretzen hat 182 Einwohner). Der Gemeinderat hatte mehrheitlich dem Projekt zugestimmt, ohne die Interessen der Bevölkerung ausreichend zu berücksichtigen. Die Anlagen haben einem Minimalabstand von 600 Metern vor dem Dorf und liegen zudem in der Hauptwindrichtung. Eine weiträumige, bisher durch Industrieanlagen unberührte Natur wurde zerstört.

Die Nähe zum Dorf ergibt sich aus den notwendigen Sicherheitsabständen für einen naheliegenden Truppenübungsplatz der Bundeswehr mit mehreren Panzerschießbahnen, für das SPA-Gebiet “Altengrabower Heide”  (Europäisches Vogelschutzgebiet) und das FFH-Gebiet “Buckau und Nebenfließe” (Fauna-Flora-Habitat). Das Schutzgut Mensch ist weitgehend uninteressant, da das Gebiet angeblich nur dünn besiedelt ist.
Aus dem Widerstand gegen die Windkraftanlagen ist in Dretzen eine Bürgerinitiative ” Bürger gegen Windkraft- BID” entstanden. Die Bürgerinitiative kämpft heute gegen eine Erweiterung der Windkraftanlagen in unmittelbarer Dorfnähe.